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Die allentscheidende Frage: Bio oder Chemie?

Pai Organic Skincare

Laut Paula’s Choice Beautypedia soll Clinique ganz tolle Produkte machen: Nicht zu teuer, sehr gut verträglich, keine Allergieauslösenden oder reizenden Inhaltstoffe. Laut Ökotest ist Clinique gar nicht so toll: günstige Rohstoffe, die weder umweltverträglich, noch gut abbaubar sind und Sonnenfilter, die wie Hormone wirken. Schaue ich mich weiter um, merke ich ganz schnell, dass Ökotest Produkte hochlobt, die bei Paula’s Choice ganz niedrig bewertet werden – Und jetzt? Auf wen soll ich hören? Soll ich vielleicht noch Futurederm.com, die sich gern mit Paula Begoun streiten, mit in’s Boot holen? Wer hat denn nun recht?

Tja, das weiß keiner so genau. Und gerade bei einem lebenden Organ wie menschlicher Haut kann man pauschal mal gar nichts beantworten. Dennoch erdreiste ich mich an dieser Stelle ein paar Bio vs. Chemie Weisheiten zu posten, die ich in den letzten Jahren gelesen und an mir selbst ausprobiert habe. Natürlich betreibe ich weder ein Biolabor, noch bin ich Chemikerin, aber hey, dafür habe ich euch Quellenangaben genannt ; )

Mein kleiner Bio vs. Chemie Leitfaden: 

Ätherische Öle, Hautpflegende Öle und Haut, die zu Allergien neigt

Bei zu Allergien neigender Haut würde ich immer auf ätherische Öle verzichten, also keine Lavendel oder Zitrusöle, wie sie oft bei Dr. Hauschka, Lavera oder Aesop zu finden sind. Zitrusöle können beispielsweise phototoxisch wirken und man bekommt plötzlich Pigmentflecken (Quelle: Futurederm.com). Außerdem kann Haut, die sehr zu Allergien neigt auch eventuell mit Mandel-, Haselnuss-, oder anderen Ölen Schwierigkeiten haben. Jojoba- und Sonnenblumenöl funktionieren aber bei fast jeder Haut. Mein Tipp: Ätherische Öle aus Vorsicht nur am Abend verwenden, wenn man seine Haut nicht der Sonne aussetzt.

Silikonöle und hautidentische Lipide

Aus persönlicher Erfahrung kann ich sagen, dass meine Haut mit Herstellern wie Clinique nicht so gut zurecht kommt, denn die künstlichen Silikonöle pflegen sie einfach nicht so gut. Ich verwende lieber Cremes, die auf Pflanzenölen basieren. Oft habe ich auch gelesen, dass Silikonöle die Hautoberfläche versiegeln und damit nicht pflegen können. Sie sollen sogar einen Film bilden, der die Haut am Atmen hindert und durch einen Hitzestau die oberen Hautschichten zum Aufquellen bringt (Quelle: vital.de, futurederm.com, beyer-soehne.de, oekotest.de). Hätte ich jedoch extrem allergische Haut, würde ich wohl auch lieber Silikonöle verwenden. Silkon ist aber nicht gleich Silikon… Cyclomethicone verflüchtigen sich beispielsweise schnell und werden somit “unsichtbar”, erhöhen beim Auftragen eines Produkts jedoch die Verteilbarkeit. Damit sind sie zwar nicht besser für die Umwelt, aber besser für meine Haut. Diese Silikon-Variante findet man zum Beispiel in YSL Touche Eclat Teint. Typische Silikone, wie zum Beispiel Dimethicone oder Amodimethicone, vermeide ich jedoch so gut wie es geht in meiner Hautpflege.

 Alkohol und seine Wirkung auf die Haut

Empfindliche Haut reagiert fast immer mit noch mehr Rötungen, wenn man Kosmetik mit Alkohol verwendet. Oftmals werden in Öko-Kosmetik echter Alkohol eingesetzt, wie zum Beispiel in Dr. Hauschka Kosmetik. Fette Alkohole, die eigentlich schon fast Öle sind, wie Cetyl Alkohol, pflegen dagegen die Haut. Prinzipiell sollte man von Alkoholhaltiger Kosmetik die Finger lassen, da Alkohol immer Zellschädigend wirkt (Quelle: PaulasChoice.com). Daher werden bei Paula’s Choice auch Lancomes Visionnaire und Genifique abgewertet.

Chemische Sonnenfilter und empfindliche Haut

Bei empfindlicher haut können chemische Sonnenfilter ebenfalls zu Rötungen und Reizungen führen (Quelle: Futurederm.com). Außerdem können chemische Sonnenfilter im Körper wie Hormone wirken und werden Dank steigender Temperaturen in Deutschland gerade wieder heiß diskutiert. Mehr über chemische und mineralische Sonnenfilter könnt ihr hier lesen: Sonnenpflege für den täglichen Einsatz

 

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