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Henri Roberts Chanel Cristalle und Chanel No19

Chanel Cristalle und Chanel No19

//Bild von la Touche //

Früher mal war ich eine „ein Parfüm“-Frau: Giorgio Armanis Mania, damals ein mittel-schwerer orientalischer Duft, folgte mir für fast fünf Jahre auf Schritt und Tritt. Danach folgte La Perlas Eclix, ein floraler, sehr pudriger Duft voller Aldehyde für noch einmal fünf Jahre.

Ich weiß nicht was danach passiert ist… Ob es nun die plötzliche Sesshaftigkeit, konsistente Multi-Optionalität, oder Sammelleidenschaft war, aber nun zähle ich locker 20, 30 Parfüms mein eigen.

Ganz besonders angetan haben es mir Parfüms mit Chypre- (grün-holzig, erdig) und Aldehyd- (funkelnd, floral, weiß) Einschlag gepaart mit Iris, Hyazinthe, und Jasmin. Zwei Paare, deren Original-Versionen von Henri Robert und Neu-Interpretationen von Jaques Polge komponiert wurden, möchte ich euch heute gern vorstellen:

 

Chanel Cristalle und Chanel Cristalle Eau Verte

Im Jahr 1974 komponiert erinnert mich Cristalle an einen guten Vintage-Champagner, der förmlich, klar umrissen, aber spannend-prickelnd ist: Cristalle bleibt immer leise, ist unaufdringlich, und sanft, gleichzeitig schillert und funkelt es wie ein brillant geschliffener Diamant. Dafür sorgen feuchtes Moos, weiß-strahlender Vetiver, frische, beißende Zitrone, erdige Hyazinthe, warme Bergamotte und weiches Rosenholz. Die neue Version Namens Cristalle Eau Verte ist die frischere, grünere Variante, die ich besonders gern im Sommer trage. Nicht mehr ganz so leise ist sie etwas floraler, weicher, grüner und weniger strahlend. Dafür sorgen Magnolie, Jasmin, Iris, und Moschus. Beide Düfte sind definitiv nichts für Jedermann, man sollte ihnen jedoch eine Chance geben (und bitte an Chanel Chance vorbei laufen).

 

Chanel No 19 und Chanel No 19 Poudre

Chanel No19 ist aus der gleichen Dekade wie Chanel Cristalle und spielt in der gleichen Liga grüner, förmlicher und strahlender Düfte. Auch wenn fast die gleichen Komponenten wie in Chanel Cristalle verwendet wurden, ist das Ergebnis ein vollkommen anderes: No 19 startet ähnlich grün und herb wird aber ganz bald cremig weich und blumig mit einem Hauch Süße und ist damit tragbarer. So tragbar, dass es auch schon aufgebraucht ist. Chanel No19 Poudre ist wesentlich herber und bleibt wo No19 beginnt, beim Herben, Grünen.

 

PS: Meine bessere Hälfte, mag übrigens keinen der vier Düfte, da sie ihn alle an Großmutter erinnern – zu schwer (ich kann nicht zustimmen), zu herb (ja vielleicht), zu grün (in meiner Welt gibt es kein zu grün). Aber wohin würden wir kommen, wenn ich mich davon beeinflussen ließe!

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