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La Touche: Verspätete Sonntagsgedanken zur Parfümindustrie

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//Bild von La Touche//

In den 90ern trug man fette Logos auf den Pullovern, Levis-Jeans und Nike-Sneaker – Ganz gleich ob Mann oder Frau. Passend dazu lancierte Calvin Klein sein erfolgreiches Unisex-Parfüm, das mit der nackten Kate Moss für Furore sorgte. Nach Calvin Kleins Geniestreich ck One und später ck Be duftete damals fast die ganze Welt und initiierte Millionen jugendlicher Duftabenteuer.

Heute tragen die Anführerinnen Kenzo-Löwenköpfe auf ihren Pullovern und sind allesamt Vintage-Nike-Sneakern verfallen. Eines ist jedoch anders: Alles muss aus einer Limited Edition sein oder wenigstens schwer zu bekommen sein. Wer möchte schon beliebig wirken?

Und so mag keiner mehr das neue Parfüm eines Modehauses tragen, sondern spitzt bei Claire Beermann, Emily Weiss oder Victoria Frolova die Ohren, wenn sie von ausgefallenen, kleinen Haute Parfümerie-Häusern, wie Byredo, Eccentric Molecules, und Annick Goutal schwärmen.

Woher kommt dieses Verlangen nach Exzentrik? Dieser Aufschwung der Nische? Haben wir Angst in der breiten Masse an H&M-Isabel Marants unterzugehen? Langweilig zu werden, oder gar eine Erwachsene mit schlechter Frisur in beige-brauner Kleidung zu sein, die so unfassbar komfortabel und praktikabel ist? Sind Zeit und Wissen heute bedeutender als ein tiefes Portemonnaie?

Ich kann die Fragen mit dreimal Ja beantworten. Und ihr?

 

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