Article
0 comment

Le Look: Endlich wird’s wieder matt

Dewy-vs-Matt

Dewy-vs-Matt//Beide Bilder wurden mir von Beautypress.de zur Verfügung gestellt//

Dewy Gesichter sind ganz groß auf Fotos und auf dem Laufsteg: Die Haut des Escada-Models (links) wirkt glatt, straff, frisch und strahlend. So sähe man gern selbst aus und bastelt jeden morgen mit zig Produkten am perfekten Teint. Der Unterschied zum echten Leben ist das Shootings und Laufstege kontrollierte Situationen sind in denen ständig nachgebessert und aufgefrischt wird. Und so gestehen selbst Make-up Artists, wie Lisa Eldridge, dass sie nur zu gern auf den dewy Look verzichten, da er “high maintenance” ist, also viel Arbeit abverlangt.

Den dewy Look konnte ich selbst nie tragen, da er bei mir nach ein paar Stunden aussieht als schwämmen schwarze Entchen in einem See. Da meine Haut feuchtigkeitsarm, jedoch ölig ist, setzt sich beim dewy Look meine Mascara nur zu gern rund um meine Augen ab. Zudem sehen meine Wangen schnell fettig aus und ich bekomme ich von täglichem Creme-Rouge Pickelchen. Deswegen schwor ich nach ein paar Wochen dem dewy Look ganz schnell wieder ab. Klar konnte ich meine Sebumproduktion mit Blotting Paper und Blot Powder unter Kontrolle halten. Nur wer möchte sich jede Stunde zum Nachbessern des “taufrischen, ich bin natürlich schön” Looks in das nächstgelegene Bad verziehen?

Dewy Skin ist so angesagt, weil man sich nicht nur in der Mode am 90er Undone/Grunge-Look orientiert, der von der Stilikone Kate Moss geprägt wurde. Man denke nur an das ominöse French Girl Hair, dass in den 90er einfach nur Out-of-bed Hair hieß und Tigis Mud Paste groß werden ließ. Das Make-up war in dieser Zeit ebenfalls dewy, auch wenn man es damals so natürlich nicht nannte. Getönte Tagescremes und extra Highlighter, wie 8 Hour Creme auf den Wangenknochen, waren damals die Go-to Produkt für schöne, jungendliche Haut. Einen besonders guten Eindruck vom 90er Make-up für diejenigen, die sich nicht erinnern können oder wollen, findet ihr bei Lisa Eldridge.

Lisa-Eldriges-Grungy-90ies-Look

//Screenshot von Lisa Eldriges Grungy Eye Video über Elleuk.com//

Warum eigentlich nicht mal wieder matt werden?

Viele glauben das echte Foundation und Puder tot-mattierte Haut bedeuten, der jegliches natürliches Strahlen abhanden gekommen ist. Stimmt, das war auch so als ich in den 90ern Teeni war. Heute sind die Texturen jedoch so fortgeschritten, dass selbst mattierendes, verfeinerndes Make-up lebendig wirkt, wie das Chloé-Model im oberen Bild rechts beweist. Auch Puder hat sich weiterentwickelt und so gibt es heute Formeln die frei von Talkum sind (welches oft für Cakey-Make-up verantwortlich ist).

8 Gründe warum ich matte Haut vorziehe

  1. Man muss kein Meister im Verblenden sein
  2. Rötungen und Pickelchen können leichter versteckt werden
  3. Sie ist einfacher zu schminken (Puder drauf, fertig!)
  4. Matte Haut benötigt weniger Nacharbeiten
  5. Ich kann mein Gesicht berühren
  6. Meine Haare kleben nicht an meiner Haut
  7. Ich muss meinen Pony nicht täglich waschen
  8. Weiße Shirts und Blusen bleiben weiß

PS: Emily Weiß von ITG benötigt übrigens für ihren “Ich bin natürlich schön”-Look mehr als sechs verschieden Produkte von Highlighter-Creme, zur Contouring-Creme, zum Benefit-Wangenrot, über Concealer zur BB-Creme/leichten Foundation und Puder auf der Nase. Seitdem sie matte Gesichter während der New York Fashion Week entdeckte schwärmt sie glücklicherweise schon davon, dass mattes Make-up so viel einfacher ist. Und was Emily sagt ist Gesetzt, basta : )

Share on FacebookTweet about this on TwitterPin on PinterestShare on Tumblr
Nächster Artikel
Vorheriger Artikel