Article
7 comments

Enzympeelings, die meine Haut zum Strahlen bringen, nicht zum Heulen

Kanebo-Silk-Peeling-Powder-und-Balea-Enzympeelingmaske-Review

Makellose, schöne, strahlende Haut, wer träumt nicht davon? Ich kenne ein paar wenige Damen, die damit gesegnet sind, aber ich gehöre nicht dazu. Meine Haut benötigt konstante Pflege und Aufmerksamkeit, um im Gleichgewicht zu bleiben. Zu diesen Instandhaltungsmaßnahmen gehören auch Peelings.

Peelings auf mechanischer Basis

Früher probierte ich es mit dem berühmt berüchtigten St. Yves Aprikosenkernpeeling, nur kam dies selbst meinem 15-jährigen Ich falsch vor. Und meine Haut unterschrieb dieses Votum nur zu gern mit überraschenden Akneschüben. Später als die Akne besiegt war, sich aber die ersten roten Äderchen auf meinem Gesicht breit machten, führten Peelings auf mechanischer Abriebbasis, wie das St. Yves, zu noch mehr Rötungen und Reizungen. Selbst feinkörnige Peeelings von allerhand teuren und weniger teuren Herstellern führten zu dem selben Ergebnis.

Peelings auf Enzym Basis

Vor Jahren, machte mich eine umsichtige Parfümerieberaterin auf Enzympeelings aufmerksam, die ganz und gar ohne mechanische Rubbelei auskommen, und stattdessen mithilfe von Enzymen Hautschüppchen lösen, die man so nur noch abwaschen muss. Das einzige Enzympeeling, dass es damals auf dem deutschen Markt gab, war von Kanebo, hieß Sensai Silk Peeling Powder und war für mich als Studentin mit 65EUR unerschwinglich.

Mit der Zeit kamen jedoch einige Alternativen auf den Markt, wie Caudalies Enzympeelingmaske für 24EUR, La Mers Enzympeeling für ebenfalls 24EUR (La Mer aus der Apotheke!), oder zuletzt Baleas Enzym-Peeling-Masken Variante für gerade mal 2,49EUR. Manche Kosmetikunternehmen, wie zum Beispiel Estee Lauder, lehnen enzymbasierte Peelings ab, da sie die Wahrscheinlichkeit für relativ hoch halten, dass die Enzyme trotz Nachreinigen auf der Haut unkontrolliert weiterarbeiten. Wissenschaftlich bestätigt dies nicht und so glaube ich, sollte jeder selbst für sich einschätzen, ob er den diversen Anbietern vertraut – ich verwende Enzym-Peelings schon seit einiger Zeit und konnte bisher bei sachgemäßer Anwendugn keine Probleme feststellen. Hier sind meine Empfehlungen:

1. La Mer Enzympeeling

Bei La Mers Enzym-Peeling auf Puderbasis hatte ich das Gefühl, dass die Enzyme selbst bei mehrfachen Nachreinigen auf meiner Haut weitergearbeitet haben, was zu Rötungen führte. Eines Abends, als ich zu müde war, um drei mal nachzureinigen, arbeiteten die Enzyme über Nacht weiter, so dass ich mit verbrennungsartigen Verhornungen aufwachte. Nach diesem Erlebnis wurde das Enzympeeling nur noch am Körper eingesetzt, wo es Wunder auf geschundenen, trockenen Knien und Ellbogen verbrachte. Für meine empfindliche, dünne Gesichtshaut scheint es jedoch zu kräftig zu sein.

2. Kanebo Silk Peeling-Powder

Vor kurzem gönnte ich mir Kanebos Silk Peeling Powder, nachdem ich es durch ein paar Proben kennen lernen durfte. Für mich ist dieses Peeling, die Königin unter den Peeling-Pudern. Meine Haut wird restlos rein, verliert ihren Grauschleier, und strahlt ohne einen Hauch von Rötungen. Mit 40Gramm ist im Vergleich zum La Mer-Peeling fast die doppelte Menge des Produkts enthalten, und so relativiert sich auch der Preis.

3. Caudalie Enzympeelingmaske

Dieses Produkt hat einen wesentlich leichteren Peeling-Effekt als das La Mer Peeling oder das Kanebo Peeling. Sie duftet fein nach Weinreben und hauchzart nach Zitrone, und enthält zusätzlich Tonerde zur Tiefenreinigung des Gesichts. Der Effekt war eine zarte, sehr sanft gepeelte, strahlende Haut – Perfekt für Mischhaut oder ölige Haut im Sommer! Für Winterhaut, oder generell trockene Haut kann ich sie nur in Verbindung mit den Caudalie Konzentraten empfehlen, da sie sonst nicht ausreichend Feuchtigkeit und Fett spendet. Wenn man diese nicht zur Hand hat, kann man auch die Variante von Ren verwenden (siehe Empfehlung 5).

4. Baleas Enzympeelingmaske

Diese Variante der Enzympeelingmaske kommt ohne Tonerde aus, ist wesentlich feinflüssiger, und pflegt die trockene Haut etwas mehr als das Caudalie-Produkt. Einen Peeling-Effekt konnte ich nicht feststellen, da meine Haut von der vielen Feuchtigkeit so prall war, was wohl an der großen Menge feuchtigkeitsspendenden Glycerin liegt, dass ich nicht feststellen konnte, ob sich noch Schüppchen auf meiner Haut verstecken.

5. Ren F10 Enzympeelingmaske

Ein Spezialist für sensible Haut ist die peelende Makse von Ren. Mit organischen Inhaltstoffen, vielen fein dosierten ätherischen Ölen, die meine empfindliche, zu Rötungen neigende Haut keineswegs sensibilisiert haben, peelt die Maske mit Enzymen natürlichen Ursprungs, wie zum Beispiel Papayaenzymen. Dazu kommt noch eine Extraportion pflegende Feuchtigkeit und so ist sie die perfekte Ablöse für die Caudalie-Variante, wenn ich mal keinen Löschblatteffekt benötige.

Anwendungstips:

Bei Puderbasierten Enzympeelings sollte man darauf achten, dass man das Peeling-Puder nicht in einem Raum mit sehr hoher Luftfeuchtigkeit entnimmt, da es sonst verklumpen könnte. Die Dosierung der high-tech Produkte sollte ein bis zwei Erbsengoße Portionen des Produkts nicht überschreiten. Ebenfalls wichtig ist die Einwirkzeit von 2 Minuten nicht zu überschreiten, um Reizungen zu vermeiden. Diese beginnt beim ersten Kontakt mit der Haut, daher beginne ich gerne bei Nase und Stirn, den Partien, die am meisten vom Peeling profitieren.

Bei Maskenbasierten Enzympeelings steht oft nicht der Peeling-Effekt im Vordergrud, sondern die Pflege durch die Inhaltsstoffe der Maske. So kann man diese Produkte bis zu zehn Minuten auf dem Gesicht belassen. Durch die cremige Textur kann man sie auch bestens direkt nach dem Duschen oder während dem Baden verwenden, eine Klump-Gefahr besteht hier natürlich nicht.

Share on FacebookTweet about this on TwitterPin on PinterestShare on Tumblr
Nächster Artikel
Vorheriger Artikel
  • Pingback: Le Spa: Selbstmach-Spa mit Phyto, Ren Cosmetics, und zwei Kneipp Badezusätzen | La Touche de Beauté – Das deutsche Beauty Blog

  • Pingback: [Review] Maskenliebling – Caudalie Vinoperfect Enzympeeling-Maske | Jules' Beauty Notes

  • Sabine

    Interessante Infos zu den Peelings, super zusammengefasst – wenn die Geldbörse nur nicht darunter leiden würde…:D Welche Pflege verwendest du nach dem Peelen meistens? Eine beruhigende Creme vielleicht oder eher Gesichtsöle?

    • Sabine

      Oh, ich sehe jetzt erst, dass der Eintrag mittlerweile Jahre her ist^^ Aber okay vielleicht bist du ja noch aktiv :D

      • http://latouchedebeaute.com Rebecca
        • Sabine

          Hi danke fürs Antworten, ich werde fürs Erste mal das von Caudalie ausprobieren ;) Die Apotherkerin meinte, man macht nach dem Peelen am besten eine Maske, die auch über Nacht einwirken kann (gibt es auch von Caudalie passende, ich wollte sowieso auch mal deren verfeinernde Tagescreme probieren, bin schon gespannt). Bist du noch hier aktiv oder hast du noch einen anderen Blog? Finde ihn wirklich toll :) Grüße, Sabine

  • Melanie Zielke

    Hallo, hast du mal das Artdeco Enzymfeeling probiert? Einige sagen, es soll vergleichbar mit dem Kanebo sein