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Le Tip: 4 Make-ups für den A/W12 Look

Dior-New-Nude-Make-up-Review

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Eine ganze Riege neuer Make-ups, die alle das gleiche Ziel verfolgen, ist diesen Herbst auf den Markt gekommen: Den perfektionierten, natürlichen Look. So  versprechen Armanis Maestro Foundation, Chanels Vitalumière, Yves Saint Laurents Le Teint Touche Éclat und Diors New Nude alle ähnliches, der Fokus liegt aber immer auf einem natürlichen Teint – nur jeder Anbieter interpretiert dies anders.

Die Neuerscheinungen lassen sich grob in zwei Gruppen einteilen. Bei der ersten liegt das Wiedererlangen des natürlichen, jugendlichen Strahlens der Haut im Fokus, bei der zweiten die Illusion eines ungeschminkten, aber perfekten Teints.

Natürliches, jugendliches Strahlen:

Armanis Maestro Foundation war mir zu feinflüssig und zu luminiszent, da ich eine leichte bis mittlere Deckkfraft benötige, um meine roten Adern zart überdecken zu können. Außerdem benötigt man hier ähnlich wie bei Armanis Lasting Silk Foundation einen Pinsel zum Auftragen, wozu mir gerade am morgen einfach die Zeit fehlt. Bei trockener Haut funktioniert das Make-up leider nur bedingt, da es wenig feuchtigkeitsspendende Inhaltsstoffe enthält. Zudem basiert dieses Make-up auf sich unterschiedlich schnell verflüchtigen Silikonen und Alkohol, um den Verflüchtigungsprozess anzuheizen (Alkohol trocknet stark aus und daher ist dieses Make-up auch nur bedingt bei trockener oder sensibler Haut zu empfehlen).

Recht ähnlich arbeitet Yves Saint Laurent neue Kreation Le Teint Touche Éclat. Basierend auf dem ikonischen Le Touche Eclat, eine Mischung aus aufhellenden, reflektierenden Pigmenten und Abdeckstift, ist das oberste Ziel des Make-ups, die Haut zum Strahlen zu bringen. Makel müssen hier ebenfalls entweder hingenommen werden oder mit Concealer abgedeckt werden. Und auch hier kann das Make-up nur seine volle Strahl-Wirkung entfalten, wenn man nicht auf zusätzlichen Abpudern angewiesen ist. Zudem ist es frei von lichtundurchlässigen Puder-Pigmenten, die einen natürlichen wirkenden Glow vereiteln können Beide Make-ups funktionieren bestens bei Mischhaut, bei der nur wenige Makel zu überdecken sind. Hier sorgen sie für den Extra-Glow, ein natürliches Strahlen, das leicht mit einem inneren Strahlen zu verwechseln ist.

Natürliche, aber perfektionierte Haut:

Chanels Vitalumière passt besser zu meinen Bedürfnissen. Ausgestattet mit einer cremigen Textur, die sich leicht mit den Fingern auftragen lässt, kontrolliert sie meinen leichten Glanz auf der Nase und spendet Feuchtigkeit. Dieses Make-up perfektioniert die natürliche Ausstrahlung, wenn man die richtige Nuance findet – ich hatte mit den Farben ein klein wenig Schwierigkeiten, da ich weder zu rosa, noch zu gelblichen Untertönen tendiere. Wer diese jedoch aufweist, wird bei Chanel mit Sicherheit fündig.

Diors New Nude ist Chanels Vitalumière sehr ähnlich, lief bei meinem Rennen durch die für mich bessere Farbauswahl und die Verwendung von lichtdurchlässigen Puder-Pigmenten aber als erster durchs Ziel. Der Fokus liegt hier ebenfalls auf einem natürlichen, aber perfektionierten Nackte-Haut-Effekt. Ganz ähnlich wie Chanels Produkt lässt es sich durch die cremige Textur zeitsparend mit den Fingern auftragen, spendet ausreichend Feuchtigkeit, macht meine Haut aber nicht glänzend. Durch weniger Silikone, Alkohole und weniger Fokus auf Glow setzt sich dieses Make-up weniger in Regionen, die zu großen Poren neigen ab, noch betont es trockene Stellen. Mit der Farbe 02 gibt es hier auch eine Nuance, die weder gelbe, noch rosastichige Untertöne aufweist. Vitalumière und das neue Nude eignen sich ebenfalls für Mischaut, decken aber stärker und setzen weniger auf Glow, sondern auf eine natürliche, aber perfektionierte Haut. 

Mein Fazit:
Ich vermute, dass die luminiszenten Make-ups von YSL und Armani eher auf den Markt in Asien zugeschneidert sind, da dort potenzielle Kundinnen meist mit feuchtem Klima und daraus resultierender Mischhaut und schlechtem Durchhaltevermögen des Make-ups zu kämpfen haben. Außerdem macht dieses Make-up bei älterer Mischhaut durchaus Sinn, da sie oft einen Nachschub an Strahlkraft benötigt. Beide verwenden kein Puder, denn er scheint der Staatsfeind Nummer 1 in punkto Strahlkraft geworden zu sein, aber dazu in einem anderen Post mehr. Für trockene Haut ist das YSL-Produkt zu empfehlen.

Die natürlichen Make-ups von Chanel und Dior sind geographisch gesehen universell einsetzbar. Sie machen sich ebenfalls Silikone und somit auch Alkohole zu nutze, um für ein geschmeidiges Auftragen zu sorgen, verwenden diese Inhaltsstoffe jedoch in geringerer Konzentration und entsprechen damit normalen Make-up-Standards. Wer zu jungendlicher Problemhaut oder zu starkem Glanz neigt, empfehle ich, sich eher bei Long-Lasting-Foundations umzuschauen. Wer zu trockener Haut neigt, sollte eher zu Vitalumière greifen.

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